Ayurveda: Alternativmedizin und Lebensstil

Gesundheit genießt bei den Menschen einen hohen Stellenwert. Eine bewusste Ernährung und ein ganzheitlicher Ansatz liegen im Trend, sind vielleicht sogar ein Megatrend unserer Zeit, der – in Anlehnung an Wellness – in den Medien bereits den Namen Healthness erhalten hat. Ayurveda beweist, dass es sich dabei keineswegs um eine neue Idee handelt. Seit fünf Jahrtausenden wird die Wissenschaft vom Leben bereits praktiziert, informiert der Ayurveda-Ratgeber Ayurvedatrends.com. Und auch wenn wissenschaftliche Beweise der Wirksamkeit in vielen Fällen fehlen, müssen selbst Kritiker zugeben, dass Ratschläge der Ernährungslehre nach Ayurveda in vielen Punkten einer Empfehlung westlicher Mediziner und Ernährungsberater entsprechen.

Chakren und Doshas als Ausgangspunkt

Sieben Energiezentren, die sogenannten Chakren, bilden im Hinduismus, Buddhismus und einigen esoterischen Strömungen die Verbindung zwischen unserem physischen und dem nicht fassbaren Körper, in den genannten Lehren als feinstofflich bezeichnet. Sie sind entlang der Wirbelsäule angeordnet. Und auch wenn ein Chakra mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar oder physisch auffindbar ist, wird ihre Existenz zum Beispiel im Ayurveda und Yoga allein deswegen unterstellt, weil sich darauf abgestimmte Heilbehandlungen als wirksam erweisen. Entscheidend für das Verständnis ayurvedischer Ansätze sind außerdem die drei Lebensenergien, Doshas genannt. Vata, das Prinzip Luft und Leichtigkeit, Pitta, der Stoffwechsel, und Kapha, die Struktur, sind in jedem von uns vorhanden. Dass bestimmte Doshas dominieren, ist von Geburt an festgelegt. Ungesund ist laut Ayurveda nur eine Dominanz, die sich später durch Lebensstil oder Umwelteinflüsse ergibt. Sie gilt es zurückzudrängen, und darauf sind Lebensweise, Ernährung und ayurvedische Behandlungen abzustellen.

Schlacken und Umweltgifte aussscheiden

Die Ernährung nah Ayurveda zielt darauf ab, unverdauliche Rückstände möglichst erst gar nicht anzusammeln. Gegessen wird nur bei Hunger und erst, wenn die vorhergehende Mahlzeit verdaut ist. Gemüse, Früchte, Getreide und Milchprodukte stehen ganz oben auf der Empfehlungsliste. Sie gehören zum Sattva-Guna, einer von drei Klassen (Gunas), in die Nahrungsmittel nach Ayurveda eingeteilt werden. Eine ausgewogene Ernährung wird deshalb auch sattvisch genannt. Die große Panchakarma-Kur sorgt dafür, Schlacken und Gifte im Körper zu lösen und auf verschiedenen Wegen auszuscheiden.